Über die Arbeit der bipoli


Von links nach rechts: Claus Schäfer (Landkreis Marburg-Biedenkopf, Büro für Integration), Sonja Volkert (bipoli Vorstand), Karin Bering (bipoli Vorstand), Thomas Börner (bipoli Vorstand), Renate Oberlick (Kinderschutzbund Marburg-Biedenkopf), Marieluise Guthmann (bipoli Vorstand), Serpil Koparan (bipoli Mitarbeiterin)

Die Bildungspolitische Initiative e.V. – kurz: bipoli – wurde 1983 in Marburg als Selbsthilfeorganisation von arbeitslosen Lehrerinnen und Lehrern gegründet. Seitdem ist der Verein kontinuierlich tätig in der außerschulischen Lernförderung von bildungsbenachteiligten Schülerinnen und Schülern im Landkreis Marburg-Biedenkopf in Hessen. Den Kern der Förderangebote bilden heute die Lernhilfen für Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund in Stadtallendorf, in Kirchhain und in Dautphetal.

Über den schulischen Erfolg eines Kindes entscheiden der soziale Status und der Bildungsgrad seiner Eltern oft mehr als die individuellen Fähigkeiten und Talente des Kindes selbst. Kinder aus zugewanderten Familien haben als zusätzliche Hürde eine Fremdsprache zu bewältigen. Dies ist dann besonders schwer, wenn sich innerhalb ihrer Familie Deutsch als zweite Sprache nicht hat etablieren können.

Diese Kinder in ihren Bemühungen um einen Schulabschluss zu unterstützen, hat bipoli sich zur Aufgabe gemacht. Zunehmend wendet sich der Verein dabei auch direkt an die Eltern, um sie in das System der Hilfeleistungen für ihre Kinder aktiv mit einzubinden. Auf diesem Wege will bipoli einen Beitrag leisten zur Integration der zweiten, manchmal dritten Generation aus Familien von Zuwanderern und Aussiedlern.

Finanzierung

Der Grundsatz der Kostenfreiheit ist entscheidend für die Annahme der Lernhilfen bei den Familien der Schülerinnen und Schüler. Ein finanzieller Eigenbeitrag wird den Eltern nicht abverlangt. Die Finanzierung der Hausaufgabenhilfen wird getragen aus Mitteln des hessischen Kultusministeriums, aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen des Vereins sowie aus Eigenmitteln der Schulen. Der Landkreis Marburg-Biedenkopf trägt die Personalkosten für die netzwerkübergreifende Koordinationsarbeit.

Für die Finanzierung aller anderen Angebote wie Lesenachmittag, dem KURS zum gymnasialen Bildungsweg, der Elternarbeit und anderes wirbt bipoli regelmäßig um weitere Fördermittel bei Stiftungen und Institutionen sowie um Spenden und Mitgliedschaften bei Privatleuten und regionalen Unternehmen. Die ordnungsgemäße Verwendung aller Finanzmittel des Vereins wird jährlich von einer unabhängigen Prüfgesellschaft untersucht und abschließend bescheinigt.

MitarbeiterInnen

Die fachlichen Aufgaben der bipoli bewältigen ein hauptamtlicher pädagogischer Mitarbeiter und eine türkische Muttersprachlerin als feste Mitarbeiterin des Vereins. Zur Durchführung der Lerngruppen in dem gebotenen Umfang werden zusätzlich Lehramtsstudenten/innen oder andere geeignete Studierende aus höheren Semestern eingesetzt. Projektbezogen werden zeitlich befristet auch weitere pädagogische oder psychologische Fachkräfte eingestellt.

Um die erforderliche Kontinuität in der Betreuung der Kinder zu gewährleisten, verpflichten sich die studentischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf freiwilliger Basis für eine Zusammenarbeit von mindestens einem Schuljahr. Sie werden auf ihre Aufgaben vorbereitet, fachpädagogisch betreut und regelmäßig intern fortgebildet. Das Fortbildungskonzept unterliegt einer stetigen curricularen Weiterentwicklung.

Evaluation

Zur Sicherung der Qualität der Lernhilfen sowie zur Überprüfung der individuellen Lernerfolge der Schülerinnen und Schüler setzt bipoli unterschiedliche Verfahren der Selbstevaluation ein.

 

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Geschichte des Vereins, Vorstand