bipoli-Vorstandsfrau Marita Kruckewitt als ehrenamtliche Richterin gewürdigt

Landrat würdigt mit dem Landesehrenbrief die wichtige Arbeit von zehn ehrenamtlichen Richterinnen und Richtern – Ehrung für langjähriges Wirken am Marburger Arbeits- und Sozialgericht

– Pressemitteilung vom 09.12.2011

Marburg-Biedenkopf – Für ihr Engagement in einem besonderen Bereich des Ehrenamts sind am Freitag neun ehrenamtliche Richterinnen und Richter des Marburger Arbeitsgerichts und ein ehrenamtlicher Richter des Marburger Sozialgerichts mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen ausgezeichnet worden. Landrat Robert Fischbach überreichte im Sitzungssaal des Landratsamtes die Auszeichnung als Zeichen des Dankes und der Anerkennung.

Landrat Robert Fischbach (re.) händigte im Beisein der zuständigen Bürgermeister und Direktoren des Marburger Arbeits- und Sozialgerichts zehn ehrenamtlichen Richterinnen und Richtern den Ehrenbrief des Landes Hessen aus. (Foto: Landkreis)

Marita Kruckewitt aus Gladenbach ist seit 1993 als ehrenamtliche Richterin am Marburger Arbeitsgericht aktiv. Darüber hinaus hat sie sich unter anderem ehrenamtlich im Volkshochschulbeirat des Landkreises Marburg-Biedenkopf, im Tierheim-Förderverein Marburg und im Vorstand der Bildungspolitischen Initiative (bipoli) Marburg engagiert.

Reinhard Riess aus Gladenbach ist seit 1996 ehrenamtlicher Richter am Marburger Arbeitsgericht. Außerdem ist er seit 36 Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr Gladenbach-Weidenhausen aktiv, wo er sich als Gruppenführer, Wehrführer und Fachgebietsleiter engagiert hat.

Petra Diebel aus Rauschenberg ist seit 1989 ehrenamtliche Richterin am Marburger Arbeitsgericht. Darüber hinaus ist sie im Kirchenvorstand der Kirchengemeinde Rauschenberg-Ernsthausen aktiv.

Irmgard Grebing aus Rauschenberg ist seit 1996 ehrenamtliche Richterin am Marburger Arbeitsgericht.

Erhard Schmidt aus Biedenkopf ist seit 1993 ehrenamtlicher Richter am Marburger Arbeitsgericht. Darüber hinaus war oder ist er aktiv im Verschwisterungsverein Biedenkopf, im Verschönerungsverein Eckelshausen und im Männergesangverein „Germania“ Eckelshausen.

Helmut Weiß aus Wetter ist seit 1995 als ehrenamtlicher Richter am Marburger Arbeitsgericht tätig.

Joachim Haucke aus Weimar bekleidet seit 1996 das Amt eines ehrenamtlichen Richters am Marburger Arbeitsgericht.

Dirk Wolf aus Kirchhain ist seit 1999 ehrenamtlicher Richter am Marburger Arbeitsgericht. Außerdem engagiert er sich Kreisverband Marburg des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes im Kirchhainer Motorradverein „Hessenbiker“.

Rainer Steitz aus Ebsdorfergrund ist seit 1992 ehrenamtlicher Richter am Marburger Arbeitsgericht.

Bernd Dörbecker aus Rauschenberg war von 1997 bis 2011 ehrenamtlicher Richter am Sozialgericht in Marburg.

Ehrenamtlicher Richter ist die juristische Bezeichnung für Laienrichter, die nicht die juristische Ausbildung eines Richters abgeschlossen haben. Ehrenamtliche Richter haben grundsätzlich das gleiche Stimmrecht wie hauptberufliche Richter.

Landrat Robert Fischbach dankte den Geehrten für ihren langjährigen Einsatz in diesem eher außergewöhnlichen Ehrenamt. „Die Beteiligung von Nichtjuristen an der Rechtsprechung bringt ein vom rein juristischen Denken unabhängiges Verständnis mit in die Urteilsfindung ein, das stärker in der Lebenswirklichkeit verwurzelt sein kann“, so der Landrat. Die Mitwirkung von ehrenamtlichen Richtern sei gleichermaßen Stütze und Bereicherung der Rechtssprechung und ihre Beteiligung erhöhe die Glaubwürdigkeit und Akzeptanz in der Bevölkerung, so Fischbach weiter.

Das Amt des ehrenamtlichen Richters geht auf die politische Aufklärung im 19. Jahrhundert und die Emanzipation des Bürgertums zurück. Die Kammer des Arbeitsgerichts ist mit einem hauptberuflichen Richter und zwei ehrenamtlichen Richtern besetzt. Die letzteren je aus den Reihen der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer. Bei der Güteverhandlung sind die ehrenamtlichen Richter nicht anwesend.

Das Arbeitsgericht Marburg wird zum 31. Dezember 2011 aufgelöst, der Gerichtsbezirk dem Arbeitsgericht Gießen zugeschlagen.

Hintergrund:

Der Ehrenbrief des Landes Hessen ist eine 1973 vom damaligen hessischen Ministerpräsidenten Albert Osswald gestiftete Auszeichnung für Verdienste um das Gemeinwohl. Mit dem Ehrenbrief ausgezeichnet werden kann, wer sich mindestens zwölf Jahre lang in herausgehobener Position bei Vereinen, sozialen oder Kulturellen Institutionen oder in der Kommunalpolitik ehrenamtlich verdient gemacht hat.

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